Diese Gartenarbeiten stehen im Frühling an. Gute Vorbereitung zahlt sich dabei aus.
Gartengeräte und Werkzeug warten
Alle Werkzeuge und Maschinen müssen einsatzfähig und griffbereit sein. Wer sich im Herbst nicht um ihre Wartung gekümmert hat, muss das jetzt nachholen. „Der Spaten und alle Scheren müssen gesäubert, geölt und geschärft werden“, zählt Hartmut Clemen vom Landesverband der Gartenfreunde Bremen auf. Auch außen liegende Wasserhähne, Schläuche und Dichtungen sollten auf Winter-Schäden hin inspiziert werden. Darüber hinaus müssen alle übrigen Garten-Utensilien wie Rankgitter, Pflanzgefäße oder das Frühbeet gründlich gereinigt und so für ihren Einsatz im Frühling vorbereitet werden.
Motor betriebene Maschinen wie Rasenmäher oder die elektrische Heckenschere sollten vor ihrem ersten Einsatz gründlich kontrolliert werden. Richtig verstaut überstehen die meisten Gartengeräte den Winter problemlos. Trotzdem sollten Sie nach der Winterpause kontrollieren, ob die Geräte noch einwandfrei funktionieren. Lässt sich der Mäher in der Höhe verstellen? Laufen die Motoren rund? Alle Funktionen der Geräte sollten einmal durchprobiert werden.
Dem Rasen eine Frühjahrs-Kur gönnen
Danach kann es an die Arbeit gehen: Der ganze Stolz fast jeden Gartenbesitzers ist ein schöner, voller und satt-grüner Rasen. Doch der erfordert Arbeit. Nach den Monaten der Winterruhe müssen Sie Ihrem Rasen nun ein wenig auf die Sprünge helfen.
Wurden im Winter Laubreste auf dem Rasen liegen gelassen, müssen diese spätestens jetzt weggerecht werden. Sonst wird der Rasen zu schlecht belüftet, was zur Ausbreitung von Krankheiten und Pilzen wie dem Schneeschimmel führt. Man sollte auch sichtbare Macken im Rasen ausbessern – kahle oder vermooste Stellen beispielsweise.
Im März bekommt der Rasen dann noch eine letzte Kalkgabe. „Wenn der Frost vorbei und der Rasen höher als fünf Zentimeter gewachsen ist, wird zum ersten Mal geschnitten“, empfiehlt Experte Clemen. Die häufigsten Fehler beim Rasenmähen sollten Sie dabei aber vermeiden. Danach folgt dann die erste klassische Rasen-Düngung.
So werden die Beete fit für den Frühling
Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, kann es auch in den Beeten losgehen. „Jetzt werden die letzten alten Stängel vom vergangenen Jahr entfernt. Außerdem sollte kein Laub mehr auf den Stauden liegen. Unter der feuchten Schicht gammeln und faulen sonst die neuen Triebe“, warnt Karen Falch von der Saarländischen Gartenakademie in Lebach. Brennnessel, Löwenzahn, Schachtelhalm und anderes sichtbares Unkraut wird ebenfalls entfernt.
Wenn das erste Grün in den Beeten sichtbar wird, fällt auch die eine oder andere Lücke ins Auge. Sie kann jetzt durch neue Pflanzen gefüllt werden. „Gerade für Gräser gibt es keine bessere Pflanzzeit als das Frühjahr“, empfiehlt Klaus Krohme, Leiter des Kreislehrgartens in Steinfurt.
Kompost bringt Nährstoffe in den Boden
Doch auch abseits der Beete – zwischen den mehrjährigen Pflanzen und auf unbepflanzten Flächen – muss nun der Boden vorbereitet werden. „Dazu wird das Erdreich gelockert, so dass es gut belüftet wird und Niederschläge aufnehmen kann“, sagt Gartenfreund Clemen.
Schließlich kommt eine zwei bis drei Zentimeter dicke Schicht aus gesiebtem Kompost auf die Beete. Mit einigen Tipps zum Kompostieren können Gartenbesitzer diesen leicht selbst gewinnen. Insgesamt sollten Blumen- und Gemüsebeete pro Jahr mit drei bis fünf Litern Kompost pro Quadratmeter gedüngt werden.
„Durch diese Humusgabe wird der Boden gepflegt, gleichzeitig werden Nährstoffe zugeführt“, erklärt Krohme. Auch Sträucher und Gehölze seien dafür dankbar. Eine Nachdüngung aus dem Sack sei dann im April bis Juni nur noch bei Starkzehrern wie Rittersporn oder Bambus, sowie Rosen und Obstbäumen mit hohem Ertrag notwendig.
Viele Pflanzen kann man jetzt schon aussähen
Im Frühjahr ist Pflanzzeit. Der Winterfrost hat das eine oder andere Opfer gefordert, und auch die Lücken aus dem vergangenen Jahr müssen aufgefüllt werden. „Generell kann man sagen: ‚Je früher im Jahr ein Gewächs in die Erde kommt, umso besser'“, so die Faustregel von Gärtnermeister Krohme. So haben die Gewächse Zeit, bis zur Blüte noch zu kräftigen Pflanzen heran zu wachsen.
Im Frühbeet oder Gewächshaus werden schon jetzt einjährige Sommerblumen wie Löwenmäulchen, Gauklerblumen oder Sonnenhut, sowie Kohl, Salat und Radieschen ausgesät. Hinterher können geschützte Lagen im Freiland bestückt werden. „Bohnen und Möhren, aber auch Zwiebeln finden hier ihren Platz“, schlägt Karen Falch vor. In kalten Nächten sollte allerdings noch ein schützendes Vlies über die Setzlinge ausgebreitet werden, um Frostschäden sicher auszuschließen.